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Unterwegs Kurzurlaub an der Costa Brava

Geschrieben von Markus in Allgemeines am 06.09.2010 um 20:10 Uhr.
Vom 27. August bis 5. September habe ich mal wieder eine Auslandsreise unternommen. Diesmal ging es nach Calella (Spanien), was an der Costa Brave liegt, in der Nähe von Lloret de Mar. In einem drei Sterne Hotel namens "Calella Park" habe ich sieben Nächte verbracht. Die Hotels sind allesamt nicht mit unseren hiesigen Hotels zu vergleichen. Ruhigen Gewissens kann man zwei bis drei spanische Sterne abziehen, um mit einer deutschen Wertung vergleichen zu können.

Das Hotel war im Großen und Ganzen okay. Es war sauber, es war alles in einem akzeptablen Zustand, nur war alles etwas alt. Das gesamte Objekt nebst Einrichtung hat den Anschein erweckt, dass seit circa 30 Jahren nichts verändert wurde. Für das scheinbare Alter gab es aber erstaunlich wenig Schäden, was ich persönlich eher erwartet hätte. Auch am Essen gab es nichts auszusetzen, und das sage ich als ewiger Nörgler.

Außer acht Tage am Strand rumzu gammeln und die Seele mal Urlaub machen zu lassen habe ich mir noch einen Kulturschock in Form einer Barcelona-Reise gegönnt. In einer atemberaubenden Geschwindigkeit, die sonst nur Asiaten mit ihren "Europa in vier Tagen"-Reisen erleben, habe ich alle Sehenswürdigkeiten Barcelonas in weniger als zwei Stunden gesehen. Im Eiltempo ging es mit dem Bus von der Sagrada Família, über den Park Güell, zum Olympiastadion.

Aus dem Bus geschmissen wurden wir an der "La Rambla", die uns mit "Rechts shoppen, links poppen" nahe gebracht wurde. Verirrt man sich links in den engen Seitenstraßen, landet man in den Tiefen Barcelonas, die von Sex und Drogen regiert werden, schlendert man jedodch rechts in die verwinkelten Gassen, so findet man manch kleines Lädchen oder lustigen Straßengaukler. Mein einziger Ausflug links abwärts der Ramla war ein Abstecher in die Markthalle von Barcelona, die von unserem Reiseleiter wie folgt angekündigt wurde: "Desto tiefer man in die Markthalle eindringt, umso ekliger wird es"... und das stimmte... gehäutete Schafsköpfe, Bullenhoden und Kuhgerhirne lagen neben ganzen Thunfischen und halben Tintenfischen.

Zum Glück habe ich mich dann rechts, statt links, in den engen Einkaufsstraßen verirrt. Die Catedral Barcelona, den Decathlon, den Hafen, sehr viele typische Gässchen und zu guter letzt den McDonalds Rambla habe ich zu Fuß erkundet. Der krönende Abschluss war der abendliche Besuch der Fontäne des Montjuic, den berühmten Wasserspielen der katalanischen Hauptstadt. Viele Düsen verschwenden zu spanischer Disney-Musik viel Wasser. Wenn man den Gedanken, dass in dieser Zeit keine Brände in der gesamten Stadt gelöscht werden können und keine Klospülung funktioniert, verdrängt, ist es ein sehr schönes Erlebnis. Ich glaube, dass ich nochmal in die Gegend reise.
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